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| Schwabacher Tagblatt, 07.03.2008:
DIETERSDORF – In Dietersdorf steht
bereits das nächste Jubiläum an – 100 Jahre Posaunenchor Dietersdorf. Als ältester
Posaunenchor im Dekanat Schwabach können die heutigen Mitglieder dieses seltene
Jubiläum feiern. Viele Mitglieder vor ihnen haben kontinuierlich mit Posaunen
und Trompeten das Lob Gottes in die Häuser getragen und somit die Herzen der
Menschen bei Leid, Trauer und Freude gerührt. Auftakt der Jubiläumsreihe war
das Konzert des Blechbläserensembles «BlechReiz» in der Georgskirche. _____________________________________________________________________ Schwabacher Tagblatt, 28.11.2005: Blechreiz mit extravagantem Stil
Blechreiz – das ist kein Tippfehler, sondern der Name des Blechbläser-Ensembles das am Samstag in Schwabach zu Gast war. Im Gemeinschaftshaus der Landeskirchlichen Gemeinschaft gelang es den elf Musikerinnen und Musikern, das Publikum im gut gefüllten Saal mit extravaganter Bläsermusik zu begeistern. Die Mitglieder des Ensembles stammen aus verschiedenen Posaunenchören in Mittelfranken und treffen sich nun schon seit fast zehn Jahren regelmäßig, um mit ihren Instrumenten Musik auf hohem qualitativen Niveau zu machen. Das Konzertprogramm versprach eine enorme stilistische Bandbreite von Bläsermusik der Renaissance über klassische Beiträge oder traditionelle Choräle bis hin zu fetzigen Songs im Bigband-Sound oder zeitgenössischen Arrangements aktueller Anbetungslieder im Pop-Rock-Stil. Durch humoristische Moderationen, vor allem aber durch die Fähigkeit der Musiker, sich bei jedem Titel sofort der neuen Stilrichtung hinzugeben, konnte Blechreiz seine Zuhörer durch die Epochen der Bläsermusik führen. Bei einer Canzona von Giovanni Gabrieli konnte man spontan die Stimmung auf der Piazza San Marco in Venedig fühlen, ebenso färbte sich in der Vorstellung der Zuhörer bei einer harmonisch komplexen und gleichzeitig rhythmisch mitreißenden Version des Spirituals „When Israel was in Egypt’s Land“ die Hautfarbe der Musiker ganz dunkel ein. Weitere Orte der musikalischen Weltreise waren Leipzig, an das der Choral „Wachet auf“ des dortigen Kantors Johann Sebastian Bach erinnerte oder auch die Karibikinsel Jamaika, deren Musikstil ein Arrangement des Gemeindeliedes „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ prägte. Allen Stücken gemeinsam war die Motivation und Intention der Komponisten: mit schöner Musik Gott zu ehren. Die am Ende des Konzertes eingesammelten Spenden werden vom Ensemble an eine Organisation in Afrika weitergeleitet, die sich unter anderem die Versorgung leprakranker Menschen zur Aufgabe gemacht hat. _______________________________________________________________ Nürnberger Nachrichten, 11.05.2005 “BlechReiz“
gab Konzert in St. Lambertus in Eyb Entertainer
mit Botschaft Vergnügliches Programm von Barock bis Schlager Mancher
Franken höchstes Glück ist immer noch die Blasmusik. Doch wird die Frohe
Botschaft gleich durch zehn goldene Trichter verkündet und durch Schlagzeug
verstärkt, dann kann sich schon eine ganze Kirche zu fröhlicher Mittäterschaft
begeistern, kann mitklatschen oder die erhaltenen bunten Rosen schwenken. So wie
am Sonntag in St. Lambertus in Eyb. „BlechReiz“
ist schon eine ganz besondere Gruppe. Viele der Mitglieder leiten bereits die
Posaunenchöre in ihren Heimatorten von Großhabersdorf bis Treuchtlingen, von
Hilpoltstein bis Eyb. Alle zwei Wochen wird in Rohr bei Nürnberg geprobt –
reizvolle kleine Stücke, die seit vier Jahrhunderten bis heute Vergnügen
bereiten. So dass Dirigent Martin Weber bei der Stabführung stets zufrieden lächeln
kann, wie am Sonntag in Eyb. Auch
Worte können die musikalische Vorstellungswelt anregen. Neben Flügelhorn und
Trompete beherrschte Conférencier Dieter Meyer das Spiel mit den treffenden
Worten, um die Hörer in die faszinierende Klangwelt der Canzonen von Giovanni
Gabrieli im Dom von San Marco zu versetzen („auch Taschendiebe gehen ihrer
geregelten Arbeit nach“) oder sie mit dem Alltagsleben eines großen
Komponisten wie Johann Sebastian Bach (zwei glückliche Ehen, zwanzig Kinder,
gelegentlicher Aufenthalt im Kerker) vertraut zu machen. Das
Schmunzeln schmälerte keineswegs den Genuss – ein Höhepunkt war Bachs
Kantatensatz „Wachet auf“ mit Stephan Schaffland im Generalbass auf der
Es-Tuba, Stefan Lehnert auf Trompete und Flügelhorn (der wie die Hälfte der
Mitglieder gleich mehrere „Blech-Mittel“ beherrschte), der Eyberin Karin
Lober auf dem Waldhorn und dem ganzen Ensemble mit einem dazu eigens
arrangierten, fast modern klingenden Choralsatz. Die Instrumente konnten geradezu singen wie in Felix Mendelssohn Bartholdys achtstimmiger Motette „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“, in der man die Worte des 91. Psalmes zu verstehen glaubte. Perfekte Wort-Musik-KombinationDoch
die meisten Werke feuerten an mit einem mitreißenden „Groove“ vom
verjazzten Spiritual „Go down, Moses“, über „The Grooving March“ und
Enrique Crespos „Spirit of BÒass“
bis zu Udo Jürgens „Vielen Dank für die Blumen“, was den Zuhörern das
„Blechen“ für einen guten Zweck, nämlich eine Lepra-Station in Somalia,
zum Vergnügen machte. Ein „Blech-Durchfall“ war ausgeschlossen bei dieser perfekten Kombination von Musik und Wort, einschließlich eines lehrhaft-humoristischen Gedichts über die Posaunen von Jericho. Die Mitglieder von BlechReiz waren am Ende keine „Wayfaring Strangers“ mehr, sondern Entertainer mit einer Botschaft, die man nicht überhören konnte – wie am Sonntag „Exaudi“ in Eyb. Ingo
Bathow _______________________________________________________________
Schwabacher Tagblatt, 24.04.2001:
Von Klassik bis Pop "Blechreiz" bot gekonnte Mischung - 2000 Mark für "Mercy Ships" DIETERSDORF - Die Fanfarenstöße des Eingangsstücks von G. Ph. Telemann ließen manches ahnen von jugendlichen Schwung, aber das Bläserensemble "Blechreiz" übertraf alle Ahnungen und Erwartungen, als es in der sehr gut besuchten Goergenskirche in Dietersdorf aufspielte. Die Gruppe, die sich aus Bläserinnen und Bläsern von mittel- und unterfränkischen Posaunenchören zusammengefunden hat, verseht es, ihr Anliegen, zum Dank gegen Gott und zur Freude anzu-"reizen", humorvoll und locker den Besuchern nahe zu bringen. Dabei mischt sie modernen Blues, Gospel und Pop bunt mit Barock und Klassik ohne dass die Hörer das anstößig fänden; im Gegenteil überzeugt in allen Stilrichtungen die Freude am Musizieren, aber auch die Präzision und Beherrschung des Instruments. So hört man der Sonata des englischen Barockkomponisten H. Purcell ebenso gern andächtig zu wie dem bekannten "Highland Cathedral" oder dem "Blues for Brass". Neben Witz und humorvollen Kommentaren gibt es geradezu philosophische Überlegungen zum Leben - zu einem mit "Life" betitelten Stück - die dann aber doch schnell mit verspeisten Gummibärchen relativiert werden, während die Tuba einen langen Durststrecken-Ton auszuhalten hat. Für die nötige Entspannung der stark beanspruchten Bläserlippen sorgten in bewundernswerter Fertigkeit an der Orgel die zurecht mit viel Beifall bedachten Nachwuchsorganisten Evi Auerbach, Doris und Martin Bauer mit Vortragsstücken aus der Feder des früheren Stadtkantors Dr. Ekkehart Nickel. Nach alledem kein Wunder, dass die jungen Musiker von Pfarrer Walter Dummert nicht nur mit Rosen bedacht, sondern von der Hörergemeinde mit einer kräftigen Unterstützung ihres selbstlosen Anliegens entlassen wurden: Sie können mit einem Spendenbeitrag von runden 2000 Mark die "Mercy Ships" unterstützen, Schiffe, auf denen Leute aus Entwicklungsländern kostenlos medizinische und seelsorgerliche Hilfe finden. Fazit: Ein rundum höchst erfreulicher und gelungener Abend, bei dem der Einsatz, die Natürlichkeit, der Schwung und die Kunstfertigkeit der jungen Musiker zusammen mit ihrem sozialem Engagement voll überzeugten. Man darf sich auf ihre Beteiligung an den Wolkersdorfer Kulturtagen vorfreuen. Schwabacher Tagblatt, 15.02.2001:
ROHR - Das Blechbläserensemble BlechReiz tritt auf am Sonntag, 18.Februar, 19.30 Uhr, in der Rohrer Kirche. Die Hobby-Musiker haben sich vor fünf Jahren unter dem Namen "Blechreiz" zusammengefunden. Die zehn jungen Leute sind durchweg Mitglieder fränkischer Posaunenchöre, erkunden aber für sich auch moderne Sätze im Gospel-, Rock- und Pop-Stil. Sie boten das erfrischende und besinnliche Gemisch schon bei Weihnachtskonzerten, bei Kirchen- und Jugendveranstaltungen quer durch Deutschland, vor allem aber in Franken.
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